Primer- und Haftvermittlersysteme
TRAPYLEN® und TRAPUR® sind Primer- und Haftvermittlersysteme für die Lackierung, Verklebung, Bedruckung und Laminierung von polyolefinischen Kunststoffen.
Je nach Anwendungsfall sind TRAPYLEN® und TRAPUR® gebrauchsfertige Produkte oder haftverstärkende Additive.
Anwendungen:
Anwendungen:
Anwendungen:
Ausgangspolymere für unsere Produkte sind hauptsächlich
- Chlorierte Polyolefine (CPO)
- Chlorfreie modifizierte Polyolefine (APO)
- Polyurethane (PU)
Unsere Produkte sind verfügbar als
- Festharze
- Polymerlösungen in organischen Lösungsmitteln
- Wässrige Dispersionen
- UV- vernetzbare Flüssigkeiten
Der Einsatz von Haftvermittlern
Polypropylen oder Polyethylen werden im Automobilbau eingesetzt, z.B. für den Stoßfänger des Fahrzeuges. Aus Designgründen wird die Stoßstange oftmals in der Farbe des Fahrzeugs lackiert. Als Vorbehandlung wird dieses Formteil mit einem modifizierten Polypropylen (z.B. chloriertes Polypropylen oder Akrylat modifiziertem Polyolefin) als Primer (manchmal auch Kunststoffkleber) beschichtet. Gerade die chlorierten Polypropylene (CPO) sind bei einer Vielzahl von Anwendungen in den letzten vierzig Jahren zum Einsatz gekommen, wie z.B. in der Folienlackierung oder als Additive für die Druckfarbenindustrie. Daraus resultieren eine Vielzahl von Lieferformen von chlorierten Polyolefinen, so kann z.B. ein Festharz direkt in einer Druckfarbe gelöst werden.
Alternative Verfahren zu einem Haftvermittler, wären eine Corona- Vorbehandlung, Plasmavorbehandlung oder eine Beflammung. Gerade bei der Folienlackierung wird die Corona- Vorbehandlung auch dafür einsetzt, dass die aufzutragende Beschichtung optimal das Substrat benetzt.
Der Nachteil dieser Vorbehandlung ist, dass sich die Oberflächenspannung? der angeregten Oberfläche über die Zeit sinkt. Der Einsatz der Beflammung ist gerade bei der Verwendung von brennbaren lösungsmittelhaltigen Farben oder Lacken, bedingt durch die offene Flamme, äußerst schwierig bzw. oftmals gar nicht möglich.
FAQ: Der Einsatz von Haftvermittlern
Haftvermittler, auch Primer genannt, unterstützen die dauerhafte Haftung von Lacken, Klebstoffen, Druckfarben oder weiteren Beschichtungen auf schwer zu beschichtenden Untergründen.
Was ist ein Haftvermittler beziehungsweise Primer?
Ein Haftvermittler ist eine Vorbehandlung, die den Verbund zwischen Untergrund und nachfolgender Beschichtung verbessert. Er wird vor allem eingesetzt, wenn Kunststoffe, Folien, Glas oder andere schwer beschichtbare Oberflächen lackiert, verklebt, bedruckt oder laminiert werden sollen.
Ist ein Primer dasselbe wie eine Grundierung?
Nicht unbedingt. Im Zusammenhang mit der Lackierung von Kunststoffen ist „Haftvermittler“ oder „Primer“ meist der präzisere Begriff. Während eine Grundierung verschiedene Funktionen erfüllen kann, liegt der Schwerpunkt eines Haftvermittlers auf der Verbesserung der Haftung zwischen Substrat und Beschichtung.
Wie wird die Wirksamkeit eines Haftvermittlers beurteilt?
Entscheidend ist die Haftfestigkeit. Sie beschreibt den Widerstand einer Beschichtung gegen die mechanische Trennung vom Untergrund. Dafür stehen standardisierte Prüfverfahren nach DIN- und ISO-Normen zur Verfügung. Eine gute Haftung kann zudem die Beständigkeit des gesamten Beschichtungssystems gegenüber Chemikalien und Umwelteinflüssen verbessern.
Welche Materialien sind besonders anspruchsvoll?
Besonders herausfordernd sind polyolefinische Kunststoffe wie Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE). Auch PP/EPDM-Blends und GMT zählen zu den schwer lackierbaren Substraten. Sie finden sich unter anderem in Fahrzeugbauteilen wie Stoßfängern.
Wie werden Kunststoff-Stoßfänger lackierbar gemacht?
Vor der Lackierung kann das Formteil mit einem Primer auf Basis eines modifizierten Polypropylens behandelt werden, beispielsweise mit chloriertem Polypropylen (CPO) oder einem acrylatmodifizierten Polyolefin. Dadurch wird die Haftung der anschließenden Lackierung unterstützt.
Welche chemischen Systeme kommen bei Haftvermittlern vor?
TRAMACO führt Primer- und Haftvermittlersysteme auf Basis von chlorierten Polyolefinen (CPO), chlorfreien modifizierten Polyolefinen (APO) und Polyurethanen (PU). Je nach Anwendung stehen damit chlorhaltige und chlorfreie Lösungen zur Verfügung.
In welchen Lieferformen sind Haftvermittler verfügbar?
Haftvermittler können als Festharze, Polymerlösungen in organischen Lösungsmitteln, wässrige Dispersionen oder UV-vernetzbare Flüssigkeiten angeboten werden. Die passende Lieferform richtet sich nach Substrat, Beschichtungssystem und Verarbeitungsprozess.
Wie werden Primer bei Kunststoff-Formteilen verarbeitet?
Bei Formteilen kann ein Polymerprimer direkt aus der Lösung appliziert werden. Alternativ kann er mit Bindemitteln und Pigmenten zu einem pigmentierten Primer verarbeitet werden. TRAMACO nennt dafür sowohl lösemittelbasierte als auch wässrige Standardprodukte.
Welche Rolle spielen Haftvermittler bei der Folienveredelung?
Bei TPO-Folien werden gebrauchsfertige Primer eingesetzt, um die anschließende Lackierung zu ermöglichen oder zu verbessern. Die typische festharzbezogene Auftragsmenge eines Folienprimers liegt laut TRAMACO im Bereich von 0,5 bis 5 g/m².
Wie unterstützen Haftadditive Druckfarben?
Bei lösemittelbasierten Druckfarben für PP und andere Polyolefine können Haftadditive direkt in die Druckfarbe eingearbeitet werden. Sie fördern die Haftung auf dem Kunststoff. Für UV-vernetzbare Druckfarben sind ebenfalls haftungsverstärkende Additivsysteme verfügbar.
Welche Alternativen gibt es zu einem Haftvermittler?
Mögliche Alternativen sind Corona-Vorbehandlung, Plasmavorbehandlung und Beflammung. Bei der Folienlackierung verbessert eine Corona-Vorbehandlung insbesondere die Benetzung des Substrats durch die aufzutragende Beschichtung.
Welche Grenzen haben Corona- und Beflammungsvorbehandlungen?
Die durch eine Corona- oder Plasmaaktivierung erzielte Oberflächenaktivierung kann mit der Zeit nachlassen. Die Beflammung ist bei brennbaren, lösemittelhaltigen Farben und Lacken wegen der offenen Flamme häufig schwierig oder nicht einsetzbar.
Ersetzt eine Produktempfehlung die eigene Prüfung?
Nein. Die Eignung eines Primers hängt unter anderem von Substrat, Vorbehandlung, Lack- oder Klebstoffsystem, Applikation und Einsatzbedingungen ab. Deshalb sollte die Anwendung immer unter den eigenen Prozessbedingungen geprüft werden.
