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Haftvermittler gezielter entwickeln

09.03.2017

Eine große Herausforderung bei der Entwicklung neuer Haftvermittler liegt darin, dass auf unterschiedlichen Kunststoffen eine hervorragende Haftung erzielt werden soll und dies möglichst mit nur einem Produkt.

Pinneberg, den 9. März 2017

Selbst der Werkstoff Polypropylen (PP) zeigt bei ein und demselben Primer unterschiedliche Ergebnisse auf, denn es kommt darauf an, wie das PP verarbeitet wurde und ob es sich zum Beispiel um ein syndiotaktisches oder ataktisches PP handelt. Die TRAMACO bietet ihren Kunden zurzeit die Möglichkeit an, Substrate mit dem beschichteten TRAPYLEN®/TRAPUR® zu vermessen, um so den optimalen Haftvermittler für den Kundenprozess zu ermitteln.
Um diesen herauszufinden, wurde bisher in der Regel der Primer auf den Kunststoff aufgetragen. Darauf wird ein Lack oder eine andere Beschichtung aufgebracht und der Aufbau gewöhnlich dem Gitterschnitt-Test unterzogen.
Hierbei wird die Beschichtung mit einem Messer (Cutter) so angeritzt, dass der Schnitt bis zum Substrat herunter reicht. Der optimale Vorgang sollte dann zehn Quadrate (1 x 1 mm) ergeben. Mit einem Klebeband wird dann die Haftung überprüft. Dies ist zwar ein sehr schneller Test, sagt aber aus, ob die Haftung ausreichend ist oder nicht. Eine detaillierte Unterscheidung der jeweiligen Haftungsstärke gibt es aber nicht. Die Haftvermittler der TRAPYLEN®-/TRAPUR®-Reihe bestehen in der Regel diesen Test. Im Bereich der Folien-Applikation ist es möglich, die Haftungsstärke über Zug/Schälversuche zu bestimmen, bei Formteilen ist diese Überprüfungsmöglichkeit leider nur sehr bedingt möglich. Weiterhin schwanken die ermittelten Werte sehr, da zum Beispiel durch ein Verkanten andere Zugkräfte auftreten.

Neues Prüfverfahren im Einsatz

Seit 2016 setzt die TRAMACO GmbH das Gerät LumiFrac der Firma LUM GmbH zur Entwicklung neuer Produkte ein, das die Haftungsprüfung deutlich vereinfacht und reproduzierbare Resultate liefert. Das Prinzip ist sehr schnell erklärt und ebenso einfach in der Messung. Auf das mit einem Primer beschichtete Kunststoff-Formteil oder auf einer Folie wird ein definierter Stempel verklebt. Diese Verklebung wird in eine Messzelle innerhalb einer Zentrifuge eingesetzt. Im Anschluss wird die Zentrifuge so lange betrieben, bis sich durch die entstehenden Fliehkräfte der Stempel vom Untergrund löst. Daraus resultiert die Haftungskraft, die in Newton angegeben wird.
Es können bis zu acht Messungen gleichzeitig vorgenommen werden. Ein weiterer Vorteil: Der Vorgang dauert nur wenige Minuten.



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